Hemmer des Angiotensin-Converting-Enzyms (ACE-Hemmer) vermindern die
Konversion des weitgehend inaktiven Angiotensins I zum aktiven Angiotensin
II. Die Hauptwirkungen von Angiotensin II beinhalten eine
Blutdrucksteigerung durch eine periphere Vasokonstriktion, eine Erhöhung der
Natrium-Reabsorption in der Niere und damit Wasserretention, eine Steigerung
der Aldosteronsynthese und -freisetzung und weiters eine erhöhte Freisetzung
von Adrenalin, Noradrenalin und Vasopressin.
Daneben wird durch ACE-Hemmer die Bildung von Substanzen wie Bradykinin und
Substanz P gefördert, die die Freisetzung von Vasodilatoren (NO, PGI2)
aus Endothelzellen begünstigen.
Ein- oder beidseitige Nierenarterienstenose: Das kompensatorisch gesteigerte Angiotensin II führt zu einer Konstriktion im Vas efferens, was die Aufrechterhaltung der glomerulären Filtration begünstigt. Die Blockade dieses Mechanismus kann ein Nierenversagen auslösen.
Überdies kommt dieser Mechanismus zum Tragen in allen Situationen, in denen ein (systemisch) verminderter Perfusionsdruck vorliegt.
Abuelo JG. Normotensive ischemic acute renal failure. N Engl J Med 2007; 357(8): 797-805 Link
Kategorie: Pharmakologie
Letzte Änderung: 23.04.2008